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Die Beratung über die Zukunft von Schulen ist immer eine sehr emotionale und dadurch, dass es um unsere Kinder, unsere Zukunft, geht, immer eine schwierige Entscheidung. Wir haben als Kommunalpolitiker die schwierige Aufgabe nicht nur das hier und jetzt zu betrachten, sondern auch die Pflicht in die Zukunft zu planen und die gesamte Kommune im Blick zu haben. Deshalb sind wir der Meinung, dass der Schulentwicklungsplan zwar berechtigt, aber nicht richtig ist. Die CDU Fraktion hat sich nach sehr langer, intensiver Beschäftigung mit dem Thema „Grundschule Neschen erhalten - ja oder nein“ mit großer Mehrheit für den Erhalt der Grundschule im Rahmen einen Grundschulverbundes ausgesprochen.

Natürlich können wir uns dem demografischen Wandel ausliefern und damit auch einen Ausverkauf unserer Ortschaften hinnehmen. Aber die Entwicklungen der letzten zwei Jahre haben uns gezeigt, wie schnell sich Prognosen ändern. Also wollen wir dem Wandel einen nachhaltigen Zuzug entgegen setzten. Lassen Sie uns unsere Ortsteile aktiv stärken, anstatt sie ausbluten zu lassen. Wir haben gelernt: 40 neue Haushalte braucht Odenthal zur Kompensation, wenn wir die Grundschule Neschen erhalten wollen. Wir glauben, dass das der richtige Weg für Odenthal ist. 40 Haushalte mehr für unsere Gemeinde müssen doch zu schaffen sein! Die Nachfrage aus den umliegenden Städten nach Wohnraum im Umland und speziell in Odenthal wächst und wir müssen diese Entwicklung nutzen und dürfen uns nicht abhängen lassen.

 Wir bezweifeln, dass der Schulkonsens der Landtagsfraktionen zum Erhalt wohnortnaher kleiner Grundschulen bei der Betrachtung der Verwaltung, bei der es fast ausschließlich um Finanzen geht, ausreichend berücksichtigt wurde.

Im Schulgesetz steht, dass eine Gemeinde verpflichtet ist, Schulen fortzuführen, wenn in ihrem Gebiet ein Bedürfnis dafür besteht. Die Neschener Eltern haben ein großes Interesse an dem Fortbestand Ihrer Schule, aber auch die Vereine vor Ort und die engagierten Kirchengemeinden.

Wird die Schule geschlossen, brauchen Kinder, die bei ihrer Einschulung zum Teil erst fünf Jahre alt sind, einen Schülerspezialverkehr, der nach Schätzung der Verwaltung ca. 80000€ im Jahr kostet. Oder die Schulwege müssten auch von den Kleinsten mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurückgelegt werden. Inklusion und Integration brauchen kleine Schulen und kleine Klassen vor Ort. Neschen wäre so eine Schule.

Grundschulstandorte sind nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch kulturelles Zentrum für Groß und Klein und die Heimat vieler Vereine. Wohnortnahe Grundschulen ziehen junge Familien an und sorgen so für Leben, Arbeitskraft und Engagement. Es kommt zu keiner Minderung von Immobilien- und Grundstückspreisen, da sich weiterhin Familien in Gegenden mit Schule ansiedeln.

Wenn die Schule abgerissen wird und die Verwaltung keinen Ersatzbau für die bestehenden Vereine vorsieht, stirbt auch das Dorfleben.

Wir hoffen, dass die Eltern und die Elternvertreter der anderen Grundschulen diese Entscheidung der CDU akzeptieren und sich für alle Grundschulen aussprechen. Odenthal lebt von seinen Familien, ihrem Engagement und ihrer Kaufkraft. Diese brauchen ALLE ein gutes Angebot von Kindergärten und Schulen in Ihrem Wohnumfeld.

Wir sprechen uns für die Variante II des Verwaltungsvorschlages aus (Grundschulverbund im Wege der Veränderung).